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Apfellesetag bringt reiche Ernte

Starkenburger Echo | 23. Oktober 2012 | Brigitta Schilk

Aktion: Kinder lernen Aufsammeln, Verarbeiten und Keltern des Obstes – Quiz zu Besonderheiten einer Streuobstwiese

Zum zweiten Mal hatte der Kultur- und Museumsvereins (KuM) Bonsweiher einen Apfellesetag organisiert, bei dem sechs Mädchen zwischen drei und 13 Jahren und sieben Erwachsene rund 15 Zentner Äpfel ernteten.
Bereits am frühen Samstagvormittag bei warmer Herbstsonne trudelten die ersten Erntewilligen in Bonsweiher ein. Der Apfelanbauer Karl Brecht hatte am Vortag bereits seine Apfelbäume geschüttelt, die Prinzen-Äpfel lagen rund um den Baum. Fleißig sammelten Laura, Lisa und Anja aus Vöckelsbach die Äpfel in Eimer. Auch Apfelanbauer Klaus Jakob war froh, dass die Äpfel seiner Bäume nicht auf dem Baum blieben.

Auf einer anderen Streuobstwiese kletterten Alina Heinecker und Marlene Weber auf die Apfelbäume und schüttelten ihre Äste. So machte ihnen das Ernten Spaß. Die Sorten Herbst-Renette, Ontario, Geheimrat Doktor Oldenburg, Jakob Lebel und Glockenäpfel kullerten durch das Gras. Seit Marlene Weber vor vier Wochen das erste Mal Äpfel mit ihrer Mutter Karen eingesammelt hatte, war sie im Apfelfieber. Die Achtjährige hatte bereits den Sonnenschein am Freitagnachmittag genutzt und vorab etliche Säcke voll gesammelt.
Zwischendurch füllten die Mädchen ihre Eimer um die Wette mit Äpfeln, und so war der Anhänger im Nu gefüllt. Gemeinsam ging es nun zum Vereinsmitglied Wilhelm Krieger, der seine Kelter bereits vorbereitet hatte. Er erläuterte den Mädchen die nächsten Schritte: das Waschen und Häckseln der Äpfel, bevor die zerkleinerten Apfelstücke in der Kelter gepresst wurden. An einer kleinen Kelter rackerten sie sich selbst ab und merkten bald, wie viel Druck die Äpfel brauchen. Als der erste Saft im Eimer war, holten die Mädchen ihre Becher und waren sehr zufrieden. „Echt lecker ist der frische Saft“, war zu hören, und sie schenkten sich mehrmals nach.
Während der Saft aus der Kelter lief, schälten einige Kinder und Erwachsene Äpfel und entfernten das Kerngehäuse. Sie machten die Vorarbeiten für Apfelringe, die später getrocknet werden. In einer Pause stärkten sich die Erntehelferinnen, bevor sie sich einem Apfelquiz stellten, das die Organisatorin des Apfellesetages, Brigitta Schilk, ausgearbeitet hatte. Neben den Fragen zu den Besonderheiten einer Streuobstwiese ging es um die dort lebenden Tiere, die bestäubenden Insekten und die Apfelsorten. Die Kleinen wie die Großen kannten mehr Apfelsorten, die nicht auf einer heimischen Streuobstwiese wachsen. Brigitta Schilk benannte Sorten, die alle gemeinsam gesammelt hatten. Drei Mal füllten alle die Kelter, bevor sie mit Kanistern und Eimern mit Apfelsaft, Äpfeln und einem Infoblatt zum Lagern und Mosten nach Haus gingen.

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